Geschichte der Privatschule Friesgasse

Die Schule wurde von der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (SSND) gegründet, heute ist der Verein Schulverbund SSND Österreich der Schulerhalter.
 
Die multikulturelle und multireligiöse Ausrichtung der Schule geht auf das Ordens-Charisma zurück. Unsere Statistik weist jährlich rund 40 Muttersprachen und 20 Religionsbekenntnisse auf, was wir als großen Reichtum betrachten. Deshalb liegt ein Schwerpunkt auf der Pflege des interreligiösen Dialogs bzw. auf Ökumene.
 
2015
Nach 24 Jahren übergibt Sr. Karin Kuttner die Leitung des Schulzentrums an eine weltliche Leiterin.

2013
Die Kooperative Mittelschule wird Neue Mittelschule.

2010
Das 150-Jahr-Jubiläum wird in mehreren Festveranstaltungen gefeiert.
Die Kooperative Mittelschule erhält den Status UNESCO-Friedensschule.

2009
Die Handelsschule eröffnet den Schulversuch “Übergangsstufe”.

2006
Nach einem kontinuierlichen Wachstumsprozess ist die SchülerInnen-Höchstzahl auf 1500 gestiegen.

2005
Der Verein „Schulverbund SSND Österreich/ Schulschwestern Notre Dame“ wird gegründet. Das Schulzentrum Friesgasse wird, gemeinsam mit zwei weiteren Bildungseinrichtungen der SSND, an den Schulverbund übergeben.
Im September eröffnet die Handelsschule den ersten Jahrgang des HAK-Aufbaulehrgangs.

2004
In der VS wird die "Offene Schule" eingeführt.

2001
Die Hauptschule wird als Kooperative Mittelschule geführt.

2000
Gründung des Absolventenvereins.
In der Handelsschule wird für die neuen SchülerInnen eine Schuleingangphase eingeführt.

1998
In der VS wird in einer Reihe von Klassen verstärkt Montessori-orientiert gearbeitet.

1993
Das naturwissenschaftliche Realgymnasium wird eröffnet und das wirtschaftskundliche Realgymnasium läuft aus.

1992
Das Internat läuft aus und die Nachmittagsbetreuung wird neu organisiert.

1991
Die strukturelle Trennung von Werk (Betrieb) und Konvent wird vorgenommen. Die „Werksleitung“, wird in „Leitung Schulzentrum“ umbenannt und von Sr. Karin Kuttner neu eingerichtet. Sie ist verantwortlich für die Führung des gesamten Schulzentrums und die Repräsentanz nach außen.

1981
Die Hauptschule und das Gymnasium nehmen die ersten Knaben auf. Die Friesgasse ist die erste Privatschule Wiens, die diesen Schritt setzt.

1964
Eröffnung der dreiklassigen Handelsschule.

1945
Wiedereröffnung des Kindergartens, der Volksschule, der Hauptschule und des Gymnasiums mit Frauenoberschule (= später Wirtschaftskundliches Realgymnasium)

1938
Die Klosterschule wird geschlossen. In den Räumlichkeiten wird eine staatliche Oberschule geführt. Die Schwestern arbeiten in Pfarreien und im Lazarett. Die Friesgasse darf ihren Namen nicht mehr tragen und heißt in der Nazi-Zeit „Scharnhorstgasse“. Schwere Kriegsschäden sind zu verzeichnen.

1932
Eröffnung eines Realgymnasiums für Mädchen. Die erste Direktorin, Hofrat Pieller, ist Gründerin der Institution des Elternvereins in Wien. Die Schule ist gut besucht, aber schon damals vermerkt die Chronik, dass mehr als die Hälfte der Kinder Ermäßigung oder Schulgeldbefreiung hat

1931
Eröffnung einer Handelsschule.

1927
Im Jahr der Schulreform ändern sich auch die Schulformen in der Friesgasse:
4-klassige Volksschule, (3-klassige Bürgerschule läuft aus)
4-klassige Hauptschule wird neu installiert
3-klassige Gewerbeschule wird gegründet (als „Einstieg in den Hausfrauenberuf“)

1920
Errichtung einer Bildungseinrichtung für Koch- und Haushaltsschullehrerinnen.

1919
Eröffnung einer Haushaltungsschule.

1893
Die Hauptschule wird umgewandelt in eine 5-klassige Volks- und eine 3-klassige Bürgerschule.

1878
Genehmigung eines Kindergartens.
Zweite Schulerweiterung: das Haus Friesgasse 70 wird gekauft; ein Neubau mit 4 Klassen und einem Saal (Aula) entsteht.

1867
Das Kloster erhält von der k.k. Statthalterei die Konzession für die Führung einer Hauptschule.
Das Haus Friesgasse 72 wird gekauft. Es entsteht ein Neubau mit 6 Klassen. Die ergiebigen Spenden kommen u.a. von Kaiser Franz Josef.

1866
Verwundete aus der Schlacht von Königgrätz werden im Kloster gepflegt.

1865
Eine Kinderbewahranstalt und Industrieschule werden eröffnet.

1864
Von den Schwestern wird in der Friesgasse ein Grundstück gekauft und ein Asyl für herbergslose Fabrikmädchen errichtet.

1860
Gräfin Flora Fries beruft Schulschwestern nach Wien und beauftragt sie mit der Führung eines Waisenhauses in der Clementinengasse, Wien Fünfhaus

1853
Erste Gründung in Österreich: Freistadt in OÖ

1833
Gründung der SSND in Bayern, Oberpfalz; rasche Ausbreitung der Gemeinschaft in Europa und Nordamerika